„Bauernhofolympiade“ zulässig

Das Oberlandesgericht München hat entschieden, dass der Anbieter einer „Bauernhofolympiade“ nicht den guten Ruf der Olympischen Spiele ausnutzt (OLG München Urteil vom 07.12.2017, Az.: 29 U 2233/17).

Team Building auf dem Bauernhof

Hintergrund der Entscheidung war das Angebot von Team Building Maßnahmen eines Eventveranstalters. Im Rahmen einer „Bauernhofolympiade“ können Mitarbeiter von Unternehmen einzeln oder in Teams gegeneinander in verschiedenen Disziplinen antreten, um so den Teamgeist zu stärken. Beispiele für diese Wettkämpfe sind Heugabelweitwerfen, Wettsägen oder das Absolvieren eines Parcours mit dem Traktor.

In diesem Angebot sah der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einen Verstoß gegen § 3 Abs. 2 OlympSchG, wonach die Verwendung der olympischen Bezeichnung für Waren oder Dienstleistungen verboten ist, wenn dadurch die Wertschätzung er der Olympischen Spiele oder der Olympischen Bewegung ohne rechtfertigenden Grund in unlauterer Weise ausgenutzt wird.

Klage erfolglos

Nachdem der Deutsche Olympische Sportbund mit seiner Klage bereits vor dem Landgericht München scheiterte, wurde auch die Berufung vor dem Oberlandesgericht München zurückgewiesen.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass das Hervorrufen einer bloßen Assoziation zu den Olympischen Spielen ein Verbot des Angebots des Eventveranstalters nicht begründen kann. Dies folgt nach Ansicht der Richter daraus, dass der Begriff „Olympia“ zum allgemeinen Sprachgebrauch gehört und dieser nicht unverhältnismäßig eingeschränkt werden darf. Alleine die Tatsache, dass etwas als „olympisch“ bezeichnet wird, begründet daher noch keinen Verstoß gegen das OlympSchG.